SALSAT

Aufgrund der immer stärker anwachsende Zahl an Satelliten, vor allem Pico- und Nanosatelliten, kommt es inzwischen besonders in den Frequenzen im VHF- und UHF-Band zu Interferenzproblemen. Um auch künftig eine zuverlässige Kommunikation zu gewährleisten, ist es wichtig, diese „Problemquellen“ aufzuspüren und zu identifizieren.

Als Lösungsansatz soll im Rahmen eines Forschungsprojektes der Technischen Universität Berlin mit der SALSAT Mission ein Nanosatellit in ca. 570km Entfernung von der Erde in den Orbit gebracht werden.

Solch ein ‚Würfel‘ kann mit Hilfe sogenannter Reaktionsräder ausgerichtet werden. Bei dieser Mission ist darüber hinaus geplant, einen neu entwickelten, fluiddynamischen Aktuator zur Positionierung und Stabilisierung zu erproben. Im Gegensatz zu den mechanischen Reaktionsrädern besitzt er keine verschleiß- oder schockanfällige Mechanik.

An Bord befinden sich neben dem bereits weltraumerprobten S-NET Transceiver der neu entwickelte, raumfahrtqualifizierte SALSA Spectrum Analyzer. Dieser soll mit Unterstützung der vorhandenen Antennen die Frequenznutzung in den S-Band, VHF- und UHF-Bereichen über eine Dauer von einem Jahr analysieren und hierbei eventuelle Interferenzen aufspüren und Störquellen lokalisieren.

Die am Standort Backnang bestehende UHF-Bodenstation wird ebenfalls genutzt, um die Mission zu unterstützen, z.B. bei Versuchen zur Lokalisierung von Störquellen.

Die Erkenntnisse der ca. 1,5-jährigen Betriebsphase sollen über eine Internetplattform zur Verfügung gestellt sowie für wissenschaftliche Studien genutzt werden.

Weiterführende Informationen zu den Missionen finden Sie unter:

https://www.raumfahrttechnik.tu-berlin.de/menue/forschung/aktuelle_projekte/s_net/
https://www.raumfahrttechnik.tu-berlin.de/menue/forschung/aktuelle_projekte/salsat/
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Quelle: Technische Universität Berlin (TU Berlin): Das SALSAT-Team der Technischen Universität Berlin.