UniLandKom-Pro

Basierend auf den Ergebnissen von UniLandKom entwickelt die EPAK GmbH im Rahmen von UniLandKom-Pro (Universelles landmobiles Terminal für die mobile Breitbandkommunikation über Ka-Satelliten) die Ergebnisse weiter mit dem Ziel, einen Prototypen einer innovativen landmobilen Antenne zu bauen.

Hierbei gibt es einige Herausforderungen zu meistern: Eine davon ist die Aufbauhöhe, denn ein gewöhnliches Radom (Schutzabdeckung für die Antenne) von 80 cm kann nicht auf ein Landfahrzeug gesetzt werden, nachdem die Aufbauten nicht an Brücken oder Tunneln hängen bleiben dürfen. Die Konstruktion muss also flacher werden. Anstatt eines Parabolspiegels ist dafür der Einsatz einer elektronisch schwenkbaren Apertur denkbar. Diese Aperturen kommen als sogenannte Flat Panels gerade auf den Markt. Als mechanisch unbewegliche Apertur haben sie allerdings erhebliche Einschränkungen. Senden und Empfangen von Daten funktioniert nur unter idealen Voraussetzungen zufriedenstellend. Daher ist bei der Entwicklung eine Kombination aus beweglicher Plattform und flacher Apertur geplant. Eine weitere Herausforderung ist das Bewegungsprofil. Die Antenne muss sich während der Fahrt kontinuierlich auf den Satelliten richten. Dafür wertet sie Daten von GPS, Lagesensoren und die Signalstärke einer Trägerfrequenz des Satelliten aus. Selbst bei starkem Wellengang ist das auf dem Wasser eine relativ weiche Bewegung. Unebene Straßen und Schlaglöcher hingegen werden der Antenne sehr viel mehr abfordern. Sie muss daher klein, robust und unheimlich schnell sein, damit das Signal unterwegs nicht verloren geht. Bis zu 1000 Messungen pro Sekunde müssen dabei ausgewertet werden.

Am 27. August hat ein virtuelles Milestone-Treffen im Rahmen von UniLandKom-Pro stattgefunden.

Ziel des Vorhabens ist es, einen Prototypen einer innovativen landmobilen Antenne im Ka-Band zu bauen, welche für kommerzielle Ka-Dienste nutzbar sein soll. Die Herausforderung hierbei ist es, den bestmöglichen Kompromiss zwischen maximalem Antennengewinn und hoher Nachführgenauigkeit – bei gleichzeitig möglichst geringer Aufbauhöhe – zu realisieren. Mit der Reduzierung der Aufbauhöhe um >50% (verglichen zum Technologiedemonstrator /Verlinkung zu UniLandKom/, welcher im vorhergehenden Vorhaben UniLandKom entwickelt wurde) und dem nun deutlich günstigeren Formfaktor soll die Grundlage für die Erschließung von unterschiedlichen Marktsegmenten gelegt werden.

Themenschwerpunkte dabei waren: EBF Elemente, mechanisches Design, Radom, Systemsteuerung, Stromversorgung, Transceiverschnittstelle / Polarizer, Antennenkontrolleinheit (ACU) sowie ein Ausblick auf die nächsten Schritte.

Weiterhin wurden die Fortschritte im Bereich der Planarapertur-Entwicklung, welche in enger Kooperation mit dem Unterauftragnehmer IMST entstanden sind, durch das IMST vorgestellt.

Die Inbetriebnahme und der Test des ersten Prototypen ist für Anfang 2021 geplant.

Das Meeting hat gezeigt, dass das Vorhaben – trotz der erschwerten aktuellen Rahmenbedingungen – sich im Entwicklungs- und Zeitrahmen befindet und beachtliche Fortschritte in den genannten Themenschwerpunkten realisiert werden konnten.

Neuigkeiten erfahren Sie hier wieder ab 2021.